Die Organisation verwaltete ihr über Jahrzehnte gewachsenes Wohnheimnetz mit getrennten Programmen, Excel-Dateien und E-Mail-Verkehr. Studierendendaten lagen an einem Ort, die Raten- und Spendenverfolgung an einem anderen, Personal- und Urlaubsvorgänge an einem dritten. Mit der wachsenden Zahl der Zweigstellen erhielt die Zentrale auf dieselbe Frage drei verschiedene Antworten aus drei verschiedenen Quellen: „Wie viele Studierende haben wir in diesem Semester, wie viele davon haben noch Zahlungen offen, und in welchem Wohnheim fehlt Personal?“
Das erste Ziel war, diese Daten in einer einzigen Quelle zusammenzuführen. Wir stellten die Person in den Mittelpunkt: Studierende, Personal, Alumni, Stipendiaten, Spender und Mieter sind keine getrennten Listen mehr, sondern unterschiedliche Rollen desselben Personendatensatzes. Mit den Einrichtungen verfuhren wir genauso: Wohnheime, Zweigstellen, Bildungszentren und Lieferanten wurden hierarchisch in einer einzigen Einrichtungsstruktur abgebildet. Nachdem diese beiden Grundpfeiler standen, kamen nacheinander die Module für Buchhaltung, Stipendien, Personalwesen, Prozessmanagement und Kommunikation hinzu.
Das Projekt ist über die Jahre mit der Organisation gewachsen. Jede Phase brachte neue Anforderungen: Planung des Soll-Stellenplans, Beurteilungsformulare, Verfolgung von Opfertieranteilen (Kurban), Internetzugang in den Wohnheimen, Bibliothek, Alumni-Portal. Zuletzt wurden alle Listen- und Berichtsbildschirme auf das neue Tabellen-Framework umgestellt; zwei Themes zur Auswahl und ein neues Anmeldeerlebnis gingen in Betrieb. Heute ist das System fester Bestandteil des Tagesgeschäfts der Organisation.