Mit der Verbreitung von Elektrofahrzeugen ist der Betrieb eines Ladenetzes von einer Investitionsfrage zu einer Betriebsfrage geworden: Hunderte von Geräten, Tausende von Fahrern, jeden Tag Tausende von Ladevorgängen – und für jeden Ladevorgang ein Zahlungseinzug, eine EPDK-Meldung und eine Rechnung.
Genau an diesem Punkt erreichte uns die Anfrage. Ein Betreiber, der ein Ladenetz aufbaut, wollte einen Gerätepark aus unterschiedlichen Marken von einem einzigen Bildschirm aus verwalten, ohne an die Verwaltungssoftware der Gerätehersteller gebunden zu sein; den Fahrern eine App unter der eigenen Marke anbieten; und sämtliche gesetzlichen Pflichten – EPDK-Meldungen, Registrierung der Ladeeinheit bei der GİB (türkische Steuerverwaltung), Übergabe an die Buchhaltung – ohne manuelles Eingreifen abwickeln.
Wir sind das Projekt von den Gegebenheiten vor Ort aus angegangen. Die Verbindung von Geräten bricht ab, das Telefon des Fahrers geht aus, ein QR-Code lässt sich nicht lesen, eine Bankverifizierung bleibt unvollständig. Auf diese Ausnahmen haben wir die Plattform ausgelegt: Bei einem Gerät, dessen Verbindung abbricht, bleibt ein offener Ladevorgang nicht unbegrenzt offen, sondern wird beim letzten Zählerstand beendet und abgerechnet. Funktioniert das Telefon des Fahrers nicht, startet das Callcenter den Ladevorgang im Namen des Kunden. Der Preis wird in dem Moment eingefroren, in dem der Ladevorgang beginnt; auch wenn sich der Tarif später ändert, bleibt ein laufender Ladevorgang unberührt.
Das Ergebnis ist ein System, das sich im Feld bewährt und dessen Aufwand nicht im gleichen Maß mit der Größe wächst: Steigt die Zahl der Geräte und Kunden, wächst der Aufwand für Preisdefinition, Erfassung, Zahlungseinzug und Benachrichtigung nicht im selben Verhältnis; diese Aufgaben laufen zentral und automatisch.